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Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis)

Bleibt eine Zahnfleischentzündung unbehandelt, kann die Entzündung auf den darunterliegenden Knochen übergreifen, in dem unsere Zähne verankert sind. Dann spricht man von einer Parodontitis (umgangssprachlich auch „Parodontose“) – eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. 

Durch das Fortschreiten in tiefere Bereiche kann sich das Zahnfleisch zurückbilden. Zwischen Zahn und dem sich zurückbildenden Zahnfleisch bilden sich sogenannte Zahnfleischtaschen, in denen sich weitere Bakterien ansiedeln können. Durch das Vordringen der Entzündung in tiefe Bereiche können sich auch die Knochenstrukturen zurückbilden. 

Zusätzlich können bestimmte Risikofaktoren wie eine genetische Veranlagung, Rauchen, Stress, unausgewogene Ernährung, Erkrankungen wie Diabetes mellitus und auch bestimmte Medikamente das Problem verschlimmern. Wird die Parodontitis nicht rechtzeitig und umfassend behandelt, führt sie in der Folge zur Lockerung oder sogar zum Verlust der betroffenen Zähne.

Diagnose beim Zahnarzt

Die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie empfiehlt  die parodontale Grunduntersuchung (PGU), um beginnende Zahnfleischerkrankungen oder eine bereits fortgeschrittene Parodontitis zu erkennen. Dabei vermisst die Zahnärztin/der Zahnarzt alle Zahnfleischtaschen mit einer dünnen, stumpfen Sonde. Zahnfleischtaschen bis 3 mm sind dabei normal, ab einer Tiefe von 4 mm ist Vorsicht geboten. Um abzuklären, ob vielleicht bereits der Knochen angegriffen ist, werden zusätzlich Röntgenbilder angefertigt.

Wie wird Parodontitis behandelt?

Die falsche Meinung, dass Parodontitis gar nicht erfolgreich behandelt werden kann, ist leider nach wie vor weit verbreitet. Aber das ist nicht richtig! Mittlerweile stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsmethoden zur Verfügung. Je nach der Schwere der Entzündung und der vielleicht bereits entstandenen Schäden am Zahnhalteapparat, wird Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt die Behandlung individuell auf Ihre Erkrankung abstimmen.

Info: der Zahnhalteapparat
Unter dem Zahnhalteapparat versteht man das gesamte Gewebe, das den Zahn im Knochen „festhält“ bzw. verankert. Er umfasst das Zahnfleisch, den zahntragenden Teil des Kieferknochens und die „Verankerungsfasern“ zwischen Knochen und Zahn. Bei einer Parodontitis werden all diese Strukturen angegriffen und langfristig zerstört, wenn die Entzündung nicht rechtzeitig behandelt wird.

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Letzter Stand: März 2019

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